Unnützes Wissen: Der Coolidge-Effekt bezeichnet den Widerwillen mit immer dem selben Weibchen zu kopulieren.

Als Coolidge-Effekt wird in der Biologie und Psychologie der wachsende Widerwille von männlichen Individuen einer Spezies bezeichnet, ohne Abwechslung immer wieder mit demselben Weibchen zu kopulieren.


Bei den ursprünglichen Experimenten aus dem Jahr 1956 wurde an Rattenmännchen nachgewiesen, dass wiederholter Geschlechtsverkehr mit immer demselben Weibchen den sexuellen Appetit des Männchens stark dämpft. Wenn allerdings immer andere Weibchen angeboten werden, ist eine hohe sexuelle Aktivität zu beobachten.

Der Effekt ist nach einer zeitgenössischen Anekdote über den US-Präsidenten Calvin Coolidge (1872–1933) benannt: Der Präsident und seine Gattin Grace besuchten einen Hof und wurden getrennt herumgeführt. Als sie sich wunderte, dass es im Hühnerstall nur einen einzelnen Hahn gab, sagte man ihr, der Hahn vollziehe den Paarungsakt bis zu zwölf Mal am Tag. Darauf soll Mrs. Coolidge erwidert haben: „Sagen Sie das meinem Mann.“ Als dieser später davon erfuhr, fragte er nach: „Jedes Mal dieselbe Henne?“ – „Nein, jedes Mal eine andere.“ Darauf Coolidge: „Sagen Sie das meiner Frau.“

Unnützes Wissen: Der Coolidge-Effekt bezeichnet den Widerwillen mit immer dem selben Weibchen zu kopulieren.